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Bild: Stadt Bochum

Gestaltungssatzung für die Innenstadt zeigt Wirkung

Zwei Jahre nach Beschluss der Regelung zeigen sich am Husemannplatz, in der Kortumstraße und an der Massenbergstraße erste sichtbare Erfolge

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Klare Linien, freie Sichtachsen und hochwertige Fassaden statt schriller Reklametafeln und zugeklebter Schaufenster: In der Bochumer Innenstadt zeigt sich seit einiger Zeit ein Wandel im Erscheinungsbild. Grundlage dafür ist die im Frühjahr 2024 beschlossene Gestaltungssatzung für die City, deren Wirkung inzwischen an mehreren Stellen sichtbar wird.


Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung rund um den neugestalteten Husemannplatz. Dort haben sich mit den Unternehmen Rituals und Fielmann neue Ladenlokale angesiedelt, deren Werbeanlagen und Fassadengestaltung den gestalterischen Ansprüchen der Innenstadtentwicklung entsprechen. Auch in der angrenzenden Kortumstraße zeigen sich neue Ladenlokale wie DM und Brummbär in überarbeiteter Gestaltung. Am Dr.-Ruer-Platz hat sich zudem die neue Gastronomie Wilma Wunder im Sparkassengebäude angesiedelt, deren Werbeanlagen sich harmonisch in die Architektur des Gebäudes einfügen.


Die Gestaltungssatzung war bereits in der Erarbeitungsphase eng mit lokalen Akteuren abgestimmt worden. Insbesondere die Initiative Bochumer City (IBO e. V.) und Bochum Marketing begleiteten den Prozess von Beginn an und bringen sich auch bei der Umsetzung, etwa in Gesprächen mit Handel und Gebäudeeigentümern, weiterhin ein. Heike Möller, Leiterin des Amtes für Stadtplanung und Wohnen, zieht nach zwei Jahren Beratungs- und Abstimmungsarbeit eine positive Bilanz: „Eine attraktive Innenstadt lebt von einem hochwertigen und stimmigen Erscheinungsbild. Die Gestaltungssatzung schafft hier verlässliche Rahmenbedingungen und unterstützt gleichzeitig individuelle Lösungen in der Innenstadt.“


Die Satzung enthält Vorgaben unter anderem für Werbeanlagen, Gebäudefassaden sowie Elemente der Außengastronomie. Ergänzt wird sie durch ein Gestaltungshandbuch, das anhand konkreter Beispiele zeigt, wie die Anforderungen umgesetzt werden können. Unter dem Leitgedanken „Ans Ganze gebunden, im Einzelnen frei“ greift das Handbuch einen planerischen Leitsatz aus dem Wiederaufbau der 1950er Jahre auf, der vom damaligen Stadtbaurat Clemens Massenberg geprägt wurde, und bietet damit heute Orientierung für Eigentümer, Gewerbetreibende und Planende.


Auch entlang der Massenbergstraße ist eine positive Entwicklung zu beobachten. Mehrere Geschäfte, darunter das Best Kebab Haus und der City Salon, haben ihre Werbeanlagen in den vergangenen Monaten erneuert. Beratung dabei leisteten die Innenstadtarchitekten Sarah Gräfer und Marcus Wagner gemeinsam mit dem Amt für Stadtplanung und Wohnen, dem Bauordnungsamt sowie Quartiersmanager Kais Toma von Bochum Marketing. Toma kündigte an, diesen kooperativen Beratungsansatz aktuell im Mosaikviertel in der nördlichen Innenstadt fortzusetzen.


Nach den bisherigen Erfahrungen entfalten Gestaltungssatzung und Gestaltungshandbuch ihre Wirkung besonders dort, wo frühzeitig der Dialog gesucht wird. Marc Mauer und Alexander Eiskirch von der IBO e. V. betonten: „Die wahrnehmbare Verbesserung des Erscheinungsbildes der Innenstadt nehmen auch unsere Kundinnen und Kunden wahr. Wir wirken weiterhin aktiv am Prozess ‚Gestaltungssatzung‘ mit und sind stolz, dass dieses kooperative Vorgehen für das Stadtbild im Ruhrgebietsvergleich einzigartig ist.“


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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